Korea - Kultur, Kult und Kuriositäten

Die koreanische Halbinsel blickt auf eine bewegte Vergangenheit und lange Traditionen zurück. Ihre Entwicklung wurde immer wieder durch Kriege mitbestimmet, zu deren jüngsten Auswirkungen die Teilung des asiatischen Königreiches im Jahre 1948 in zwei eigenständige Staaten gehörte. Im Norden bildete sich die Demokratische Volksrepublik Korea, auch Nordkorea genannt und im Süden die Republik Korea, die als Südkorea bekannt geworden ist.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte die koreanische Bevölkerung zum überwiegenden Teil von der Landwirtschaft. Heute wohnen nur etwa noch 13 Prozent der Bevölkerung auf dem Lande, und das eigentliche Leben spielt sich in Millionenstädten wie Seoul ab. Doch auch in den Metropolen lassen sich noch Zeichen des Buddhismus finden, der für die koreanische Bevölkerung noch immer eine wichtige Rolle spielt.

Obwohl sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch christlich beinflusste Religionen in Korea immer mehr durchsetzten, ist der traditionelle Buddhismus die seit Jahrhunderten die dominierende Religion Dennoch lassen sich in Korea derzeit fast alle Glaubensrichtungen finden, was als eine wichtige Stufe der Entwicklung angesehen wird. Ein bedeutender Teil der Bevölkerung Koreas lebt bis heute nach über Jahrhunderte überlieferten Sitten und Traditionen. Doch immer mehr Koreaner nicht mehr in Großfamilien, sondern gründen mit dem Ehepartner eigenständig eine Familie nach erupäischem Muster.

Das moderne Korea wurde stark durch den Koreakrieg, der zwischen 1950 und 1953 auf der Halbinsel wütete, geprägt. In der Bevölkerung dominiert das Bewusstsein, das die Teilung Koreas im Jahr 1948 der richtige Schritt gewesen ist. Bis in die heutige Zeit kamen Nordkorea und Südkorea immer nur kurz zur Ruhe. Formal ist noch immer der Kriegszustand zwischen den beiden Staaten vorhanden und immer wieder stattfindende Aufstände und Putsche beeinflussen die Situation in den beiden koreanischen Staaten.